Business Etikette – Der erste Eindruck zählt

Wie es dazu kommt, dass Lydia Morawietz einen Vortrag über Business-Etikette im Creative Lab von Nokia Solutions and Networks hält, ist schnell erzählt. Der VDI Arbeitskreis Unternehmer und Führungskräfte (AK U&F) widmet sich in seinen vielfältigen Veranstaltungen gerne jenen Themen, die für Ingenieure auch im hektischen Alltagsgedränge von Nutzen sein können.

Ein auf den ersten Blick leichtes, bei genauerer Betrachtung jedoch äußerst vielschichtiges und anspruchsvolles Thema wie Etikette in einem zukunftsorientierten Unternehmen mit globaler Schlagkraft zu beleuchten, bei dem sich die Zuhörerschaft nach dem Vortrag in kreativer Atmosphäre und umgeben von Exponaten neuester Technologie austauschen kann, stellte sich am 26. April als richtige Entscheidung heraus.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – und dies gilt insbesondere im Geschäftsleben. Auftreten und Wirkung sagen nicht nur etwas über die eigene Person aus, sondern auch über das Unternehmen, das man repräsentiert.

Von Servicequetten und Small Talk 

Dass der Gastgeber des Abends, Head of Public Sector Services und Nokia-Repräsentant Ralf Rotter, im dunkelblauen Anzug empfing, war also ebenso aussagekräftig, wie die facettenreiche Garderobe der interessierten Zuhörerschaft an diesem Abend, die im Übrigen zu 60 Prozent aus Frauen bestand.

Der Business-Kontext – wie man neudeutsch zu sagen pflegt – ließ sich nicht nur an den zahlreichen Dresscodes ablesen, sondern auch an den Gesprächen, die vor und nach dem Vortrag bei den Besuchern zu vernehmen waren.

Das Geschlechterverhältnis bei solchen Veranstaltungen sei übrigens noch vor zehn Jahren ein anderes gewesen. Wie Morawietz zu Beginn erfreut feststellte, habe sie den gleichen Vortrag schon einmal 2008 in Kooperation mit dem AK U&F gehalten. Allerdings seien damals nur Herren anwesend gewesen. Den Part zu den weiblichen Gepflogenheiten geschäftsgeprägter Etikette habe sie damals unter den Tisch fallen lassen. Ihre pointierte Feststellung, die Frauenquote sei also durchaus erfolgreich, sorgte durchgängig für Schmunzeln.   

Kurzweilig und auf den Punkt führte Morawietz durch die wichtigsten Regeln im geschäftlichen Umgang mit Kunden und Mitarbeitern, angefangen von mündlicher und schriftlicher Kommunikation, deren Tradition und Geschichte, über Distanzverhalten und Small Talk bis hin zu Empfang- und Telefonzentrale und dem angemessenen Verhalten beim Business-Lunch, bei Geschäftsessen oder bei der Begrüßung. Das Interesse der Anwesenden war groß, was die zahlreichen, überwiegend Fragen verdeutlichten. Ein kurzweilig informativer Abend in gastlich kommunikativer Ebene, der in Zukunft sicher so manchen garderobenbedingten Faux Pas im Kleiderschrank lassen wird.

Der AK U&F bedankt sich bei Nokia für die freundliche Unterstützung durch das Catering.