Der VDI-Familientag 2018: Entlang der Donau von Deggendorf nach Passau

BV München Vorstände Peter Hotka und Christa Holzenkamp im Gespräch mit Herzogin Agnes.

Mit gut 200 Passagieren – mit dabei auch viele Familien mit Kindern – an Bord legte das eigens für den VDI-Familientag gecharterte Linienschiff Johanna am 5. Mai an der Anlegestelle der Reederei Wurm & Noé in Deggendorf ab. Bei strahlendem Sonnenschein schipperte sie mit ordentlich Fahrt über ein gutes Stück der frei fließenden Donau.

Vorbei an idyllischer Landschaft, der Isarmündung und der Insellandschaft im Bereich Vilshofen erreichte die Schifferlfahrt mit dem Absenken des Schiffes in der Kachlet-Schleuse ihr erstes Highlight. Getoppt wurde die halbstündige Schleusung von der eindrucksvollen Einfahrt in der malerischen Drei-Flüsse-Stadt Passau.

Die vierstündige Fahrt verging wie im Flug. An Bord erklärte der Kapitän während eines gemütlichen Frühstücks etwas über sein Schiff, die Reederei und die Route. Durch das gesamte Programm führte Bezirksgruppenleiter Prof. Gerald Kupris. Der BV-Vorsitzende Prof. Dr.-Ing. Peter Pfeffer begrüßte die Schiffsreisenden.

Im Gespräch mit Herzogin Agnes

Herzogin Agnes von Glogau Deggendorf, die sich glücklicherweise dafür gewinnen ließ, in überzeugenden Redebeiträgen tiefe Einblicke in ihre Zeit von vor 700 Jahren zu gewähren, sorgte für eine beachtliche Portion historisches Bewusstsein, das sich bei solch geschichtsträchtigen Pfaden regelrecht aufdrängt. Sie brachte Geschichte, Kultur und Industrie der Region Deggendorf Passau und Straubing charmant näher.

Die teils wortgewaltigen Beiträge mittelhochdeutscher Couleur bettete Herzogin Agnes in ihre Streifzüge über das Schiff ein, bei denen sie die Gäste auch direkt in Gespräche verwickelte. Vielleicht begünstigte gerade das Zusammentreffen mittelalterlicher Themen um Adelsgeflechte und Besitzverhältnisse mit dem überwiegend ingenieurwissenschaftlich geprägten Schiffsreisenden den Umstand, dass es zu dem einen oder anderen herzhaften Lacher kam.

Und auch die Technik darf nicht fehlen

Für die technische Tiefe sorgte Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba von der Technischen Hochschule Deggendorf, der in seinem Vortrag über High-Tech in Niederbayern sprach, über seine Forschungsaktivitäten und den ortsansässigen Technologiecampus. Über Ansätze in der Umfelderkennung, Bildverarbeitung und teilautonome Fahrzeuge in der Landwirtschaft verschaffte Dr.- Ing. Michael Gallmeier in seinem Vortrag „Agrartechnik im Vergleich zu anderen Branchen“ einen wertvollen Überblick. 

Bau ein Floß!

Und auch für die Kleinsten unter den Technikfreunden war gesorgt. Dank der vielseitigen Programmgestaltung von Andrea Stelzl, Leiterin der MINT-Region Niederbayern, gab es für den Ingenieurnachwuchs keinen Grund zur Langeweile. Neben diversen Naturexperimenten und der Möglichkeit, ein Miniatur-Floß oder ein Spektroskop zu bauen, begeisterten sich die Kids für Wärmebildkameras, Roboter und Hologramme für Smartphones. Unterstützend wirkten Jan von Pozniak von den Zukunftspiloten mit einem eigenen Versuch in Form eines Hörtests und VDIni-Club-Leiter Alexander Schulze Zumkley mit.

Nach der Ankunft in Passau konnten sich die Besucher zwischen einer klassischen Stadtführung  durch Passau, der Besichtigung des Wasserkraftwerks Kachlet, einer exklusiven Orgelführung im Stephansdom und der Unternehmensführung bei der ZF Friedrichshafen AG am Standort Passau entscheiden. 

Am Abend im Oberhaus

Dass dieses bunte Programm durchweg Anklang fand, zeigte ein Blick in die Gesichter um etwa 17.00 Uhr, als sich wieder alle an der Schiffsanlegestelle einfanden, um gemeinsam zum Restaurant Oberhaus zu fahren – ein schöner Ausklang dieses vielseitigen und ereignisreichen Tages, der mit einem Quiz zu lokalen und historischen Themen einen heiteren Abschluss fand. 

Besonderer Dank gilt den Organisatoren dieses gelungenen VDI-Familientages Rupert Zunhamer und Gerald Kupris.

Weitere Impressionen rund um den VDI-Familientag 2018 haben wir für Sie hier eingefangen. Mehr zu den einzelnen Führungen lesen Sie in der aktuellen "Technik in Bayern".

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