„Wenn wir unseren Job können, dann können wir ihn“ – Christa Holzenkamp über Frauen und Führung

Während für Männer Führung oft Wettkampf bedeutet und die Position z.B. über Mitarbeiterzahl und verantwortetes Budget bestimmt werden, sind für Frauen andere Dinge entscheidend: Das Arbeitsumfeld muss passen, die Arbeit muss Spaß machen. Frauen forcieren die harmonische Zusammenarbeit im Team.

 

Doch worum geht es bei Führung? Warum will jemand führen? Dipl.-Ing. Christa Holzenkamp, Managementberaterin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VDI Bezirksverein München, Ober- und Niederbayern hat Antworten. Als externe Beraterin und Interimsmanagerin mit langjähriger Erfahrung in Informationstechnologie, Automobilelektronik und Telekommunikation weiß sie, wovon sie spricht.

Bereits 2016 sprach die Leiterin des VDI Arbeitskreises Frauen im Ingenieurberuf in ihrem Workshop auf der Jahrestagung des dib Deutscher Ingenieurinnenbund e.V. über das Ringen um Macht, Geld und Liebe. Wobei Liebe in diesem Kontext nichts mit partnerschaftlicher Beziehung oder Familie zu tun hat, sondern damit, gemocht und anerkannt zu werden. Im Fokus des Workshops stand die Frage, wie es Frauen in Führung geht und worauf es ankommt. Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März wurde eine von der Radio LORA-Redakteurin Karin Bergs erstellte Zusammenfassung des Workshops in der LORA-Reihe „Arbeitswelt im Wandel“ ausgestrahlt.

 

Wir teilen diesen Beitrag mit Verweis auf den ebenfalls aktuellen Equal Pay Day. Denn der 18. März markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell in Deutschland 21 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen), die Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen. Bei Ingenieurinnen liegt die Schere zum Glück nicht so weit auseinander.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung von Radio LORA